München-Rio, 28 432 Kilometer: Radler-Trio trifft zu Olympia ein

Por AIPS América

6 de agosto de 2016

Das ist olympischer Sportsgeist: Drei Kumpels starten mit ihren Rädern in München und kommen nach 467 Tagen in Rio de Janeiro an.

Rio de Janeiro (dpa) – Sie sind am 27. April 2015 in München gestartet – und pünktlich zur Eröffnung der Olympischen Spielen mit ihren Fahrrädern in Rio de Janeiro eingetroffen: Die Brüder Julian
(33) und Nico Schmieder (27) und ihr Kumpel Sandro Reiter (33) rollten am Freitag als «Trio for Rio» nach 28 432 Kilometer und 467 Tagen an der Strandpromenade in Copacabana ein. Davon waren sie genau
333 Tage im Sattel, längere Ruhephasen hatten sie auf Kuba und den Galapagos-Inseln.

Auf englisch, portugiesisch und deutsch erzählten die Radler am Strand immer wieder ihre ungewöhnliche Geschichte, inklusive der Flucht vor einem Bär in Alaska. Pro Tag gaben sie im Schnitt 18 Euro pro Person aus, absolvierten 150 000 Höhenmeter und passierten 24 Länder. Von Schottland ging es nach Island, von dort nach Alaska und dann von Nord- bis nach Südamerika. «Was für ein Gefühl», jubelte Julian Schmieder. Die Räder mit dem Gepäck waren rund 40 Kilo schwer.

Bis Ende August wollen sie in Rio bleiben, sie haben unter anderem Karten für das Beachvolleyball-Turnier und sind auch in das Deutsche Haus eingeladen worden. Danach geht es per Flug nach Lissabon und dann wieder mit dem Rad nach München. «Wir sind in München gestartet, durch Frankreich, England und Schottland», berichtete Nico.

Nach dem Flug nach Island und weiter nach Alaska ging es durch Kanada, die USA, Mexiko, Mittelamerika, per Schiff von Panama nach Kolumbien. Dann weiter nach Ecuador, Peru, Bolivien, Chile mit über 4000 Meter hohen Bergen. Dann fuhren sie nach Paraguay, zu den berühmten Wasserfällen von Iguazu und durch Südbrasilien hoch bis Rio.

Julian und Sandro hatten ihre Jobs als Sozialpädagoge und Solartechniker aufgegeben, Nico gerade sein Studium beendet. Durch viel Sparen und Nebenjobs finanzierten sie das Projekt, drei Jahre lang hatten sie den großen Traum geplant, Sponsoren stellten Räder und Tasche.

Meistens zelteten sie, immer wieder wurden sie auch zum Übernachten eingeladen. «Wir haben keinerlei schlechte Erfahrungen mit den Menschen gemacht», sagte Schmieder der Deutschen Presse-Agentur in Rio de Janeiro. «Nur oben in Alaska kam ein Schwarzbär hinter uns hergerannt, der wurde aber von einem Auto erfasst und war leider tot.»

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