Bewegung im Abstiegskampf: Hoffenheim im Aufwind, Hannover taumelt

Por AIPS América

21 de marzo de 2016

Von Morten Ritter, dpa

Der FC Bayern lässt auf dem Weg zum Meistertitel nicht locker und auch die Verfolger aus Dortmund bleiben in der Spur. Dagegen steht Hannover 96 vor dem Abstieg. Nach der Länderspielpause geht die Bundesliga auf die Zielgerade.

Düsseldorf (dpa) – Der erste große Verlierer im spannenden Existenzkampf der Fußball-Bundesliga steht so gut wie fest: Nach zwölf Niederlagen aus den vergangenen 13 Spielen und bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ist der fünfte Abstieg für Hannover 96 kaum noch zu verhindern. Auch Trainer Thomas Schaaf, dessen Zukunft beim Club ungewiss ist, wirkt ratlos. «Der Abstand wird immer größer, die Spiele werden weniger. Die Situation wird dadurch nicht einfacher, manche sagen sogar: unmöglich», sagte der Coach nach dem 0:1 im Abstiegsschlager bei Eintracht Frankfurt.

Zudem müssen nach der Länderspielpause mindestens weitere sieben Clubs um den Klassenverbleib zittern. Auch der Hamburger SV (31

Punkte) ist nach der 1:3-Heimniederlage gegen 1899 Hoffenheim (27) wieder dabei. Ganz sicher kann sich auch der VfB Stuttgart (32) nach der 0:2-Heimniederlage am Sonntag gegen Bayer Leverkusen nicht sein.

Die Gäste-Torschützen Julian Brandt (11.) und Karim Bellarabi (49.) brachten die Schwaben um den erhofften Befreiungsschlag.

Noch bedrohlicher ist die Lage für den Vorjahres-Fünften aus Augsburg (27). Beim 1:3 (1:1) gegen Borussia Dortmund konnte das Team von Trainer Markus Weinzierl nur nach dem Führungstreffer von Alfred Finnbogason (16.) auf eine Überraschung hoffen. Doch mit dem 1:1 von Henrich Mchitarjan (45.) fand der in der Rückrunde noch ungeschlagene Tabellenzweite zurück in die Spur. Gonzalo Castro (69.) und Adrian Ramos (75.) besiegelten die zwölfte Saisonniederlage der Augsburger.

Wie knapp und eng die Teams beieinander liegen, dokumentiert die Tatsache, dass Frankfurt (27) trotz des Sieges in der Tabelle einen Platz nach unten rutschte. Werder Bremen (28) und Darmstadt 98 (28) kommen trotz ihrer Punktgewinne nicht voran. Die Darmstädter verpassten beim VfL Wolfsburg sogar den Sieg, weil Nationalspieler André Schürrle in der Nachspielzeit für die Niedersachsen zum 1:1 traf.

Mit drei Siegen aus vier Spielen und dem ersten Auswärtserfolg seit knapp einem halben Jahr befindet sich Hoffenheim unter Julian Nagelsmann deutlich im Aufwind. Für Kevin Volland liegt der Grund auf der Hand. «Uns hat Selbstvertrauen gefehlt. Seit der neue Trainer da ist, haben wir es wieder», meinte der Offensivspieler nach dem Sieg beim HSV. Für die Hanseaten beträgt der Sicherheitsabstand zum Relegationsplatz nur noch vier Punkte. «Die Situation ist nicht besser geworden», sagte Abwehrspieler Matthias Ostrzolek.

Das gilt auch für den Champions-League-Viertelfinalisten Wolfsburg, der allerdings auch ganz andere Ziele hat. Die erneute Teilnahme an der Königsklasse ist kaum noch denkbar. «Wir reden immer über Platz drei, fallen aber immer weiter zurück», sagte Torschütze Schürrle.

Auch Mittelfeldspieler Maximilian Arnold befand: «Das kann nicht unser Anspruch sein».

Die anhaltende Auswärtsschwäche könnte auch Borussia Mönchengladbach die erneute Champions-League-Teilnahme kosten. Die Gladbacher unterlagen trotz deutlicher Überlegenheit mit 1:2 beim FC Schalke, der sich selbst wieder in Position brachte. «Es tut weh, so ein Spiel zu verlieren», meinte Borussia-Sportdirektor Max Eberl.

Zu allem Pech fällt in Raffael jetzt auch der torgefährlichste Gladbacher Spieler aus. Nach Ostern kommt es im Borussia-Park zum Duell mit dem Tabellendritten Hertha BSC. Die Berliner gewannen am Ende knapp mit 2:1 gegen Ingolstadt und vergrößerten den Abstand zu Rang vier auf vier Punkte. «Wichtig ist, dass wir jetzt nicht abheben», sagte Herthas Mittelfeldspieler Tolga Cigerci.

Rekordmeister FC Bayern genügte nach dem Königsklassen-Krimi gegen Juventus Turin beim 1:0-Sieg in Köln eine mittelmäßige Leistung. Am Ende waren die Gastgeber dem Ausgleich recht nahe. Für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zählte nur das Ergebnis. «Das Wichtigste war, drei Punkte mitzunehmen. Damit haben wir jetzt zwei Wochen Ruhe.»

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