EM-Vorbereitung: Löw profitiert von Bayern-Aus – Kroos kommt später Von Klaus Bergmann, dpa

Por AIPS América

6 de mayo de 2016

Ein Champions-League-Finale ohne den FC Bayern erleichtert dem Bundestrainer die EM-Vorbereitung. Die Weltmeister Boateng, Götze Müller und Neuer sind nun im Trainingslager dabei. Toni Kroos kann schon vor dem Turnier in Frankreich einen europäischen Titel holen.

München (dpa) – Vorteil Joachim Löw: Der verpasste Einzug des FC Bayern ins Champions-League-Finale erleichtert dem Bundestrainer die Vorbereitung des Weltmeisters auf die Fußball-Europameisterschaft.

Der Bundestrainer kann für das Trainingslager in der Schweiz nun auch in vollem Umfang mit den wichtigen Akteuren aus München planen. Den Großteil des Camps in Ascona wird allein Toni Kroos verpassen, der am 28. Mai in Mailand mit Real Madrid gegen Bayern-Bezwinger und Lokalrivale Atlético um den Champions-League-Titel kämpfen darf.

 

Der vorläufige EM-Kader mit voraussichtlich mehr als 23 Akteuren, den Löw am 17. Mai in der Französischen Botschaft in Berlin benennen wird, bezieht am 23. Mai das Trainingslager in Ascona. Es dauert bis zum 3. Juni. Die nominierten Spieler des FC Bayern und von Borussia Dortmund sollen wegen des DFB-Pokalendspiels (21. Mai) einen Tag später anreisen. Sie verpassen damit aber kaum Übungseinheiten.

 

Bei einem Königsklassen-Finale mit dem FC Bayern wäre das anders gewesen. Die vier für die EM-Endrunde in Frankreich gesetzten Weltmeister Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Thomas Müller und Mario Götze hätten dann den Großteil der für Löw so wichtigen Vorbereitung und auch das erste von zwei Testspielen am 29. Mai in Augsburg gegen die Slowakei verpasst. «In der Vorbereitung müssen wir Dinge wieder einschleifen», hatte der Bundestrainer noch nach dem jüngsten 4:1 gegen Italien betont: «Es gibt schon noch ein paar Sachen, die wir verbessern müssen.» Das war ihm meist gelungen, wenn er das Team vor einem Turnier länger zusammen hatte und mit ihm arbeiten konnte.

 

Löw hätte sich trotz der Komplikationen für ihn dennoch «wahnsinnig» gefreut, wenn die Bayern das Finale erreicht hätten. «Das wäre für den deutschen Fußball und die Spieler toll», äußerte der 56-Jährige im TV-Sender Sky während der Halbfinalpartie gegen Atlético Madrid.

Die Münchner schieden trotz eines 2:1-Sieges aus.

 

Nach Einschätzung von Teammanager Oliver Bierhoff wäre es bei einem Münchner Finaleinzug schwierig geworden, «schon in der Vorbereitung für ein geschlossenes Teamerlebnis zu sorgen», wie das im Vorfeld der erfolgreichen WM vor zwei Jahren in Brasilien gelungen sei.

 

Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager bestreitet der dann schon endültige EM-Kader am 4. Juni noch ein abschließendes Testspiel in Gelsenkirchen gegen Ungarn. Drei Tage später bezieht Löw mit seinen

23 Turnierakteuren das EM-Quartier in Évian-les-Bains. Weltmeister Deutschland startet am 12. Juni in Lille gegen die Ukraine in die EM.

Weitere Gegner in der Gruppenphase sind Polen und Nordirland.

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